40 Jahre Sportfreundschaft Rheinland-Pfalz / Burgund

Im Rahmen dieses runden Geburtstages hatten wir, d. h. der VC Neuwied der ASS Rengsdorf und die DJK Andernach, das Vergnügen, Gäste aus Dijon (Frankreich) zu begrüßen.

Insgesamt mit 3 Mannschaften angereist hieß es für den VC Neuwied, der die Ausrichtung eines Damenturniers übernommen hatte, die Mitglieder des französischen Damenteams zu übernehmen.

Selbstverständlich wollte sich die Herrenmannschaft hier nicht zurückhalten und so war die Unterkunft für 6 Spielerinnen sofort gesichert. (Wundert das jetzt irgendwen?) Auch Kristina Diehl, aus der 2. Neuwieder Damenmannschaft erklärte sich sofort bereit, die Gastgeberrolle zu übernehmen. Damit waren alle Französinnen untergebracht. (2 weitere Spielerinnen, die mit Ehemann angereist waren wurden auch mit ihren Angetrauten beherbergt. Diese Aufgabe übernahm der ASS Rengsdorf und Familie Weigel.)

Am 6. September war es schließlich soweit. Die mit Spannung erwartete Ankunft unserer Gäste stand bevor (bisher hatten wir nur Namen und Alter der Spielerinnen erfahren, man hatte also die Katze sozusagen im Sack gekauft.). Die Wartezeit überbrückten wir mit einem gepflegten Volleyballspiel bis kurz nach Mitternacht im WHG. Danach eine kurze Dusche (dringend nötig...), ein kleines Bier (redlich verdient...), ein kurzer Abstecher zu McDonald´s (einfach unumgänglich...) und schon waren unsere Gäste da.

Nach einer ausführlichen Begrüßung verteilten wir nun die Ankömmlinge. Zuerst wurden die DJKler „bedacht". Ausrichter eines Herrenturniers waren sie folglich für die französische Herrenmannschaft verantwortlich. (Brachte uns natürlich einige neidische Blicke ein, aber so ist das Leben J )

Anschließend kamen wir an die Reihe. Zwar hatten wir die Frauen, aber dafür waren die Fremdsprachenkenntnisse, anders als bei den Herren, sowohl unsererseits (keiner von uns kann richtig französisch sprechen) als auch ihrerseits (keiner unserer Gäste kann deutsch und nur einige sind des Englischen mächtig.) sehr beschränkt.

Also galt es günstig zu verteilen, damit wenigstens etwas gesprochen (und auch verstanden) werden konnte.

Frank Ahlemann nahm Sophie Sallandre und Sarah Boeuf bei sich auf,

Kristina Diehl übernahm Céline Bressant

und Florian Blank bekam Caroline Soudidier und Carole Mozer.

Meine Gäste waren Lucy Jaquemin und Jolita Dunach.


Zufrieden mit der Zuteilung machten wir uns schließlich auf den Heimweg, wo wir dann auch erschöpft ankamen (Immerhin war es schon 3.30 Uhr und der nächste Tag sollte früh beginnen).

Eine kleine Führung durch die Wohnung, ein bißchen unterhalten dann ging es aber auch sofort ins Bett. (Zumindest für meine Gäste, ich hatte noch einige Vorbereitungen für das Turnier zu treffen, aber um 4.30 Uhr begab auch ich mich in die Falle.)

Pünktlich um 8.00 schalmeite mich mein Wecker allerdings schon wieder aus meinen Träumen. Schlaftrunken tastete ich mich halbblind ins Bad und duschte zunächst ausgiebig. Dies half wenigstens geringfügig, (für einen Studenten ist solch eine kurze Nacht ein wirklich harter Prüfstein.) und ich sah mich nun in der Lage die örtliche Bäckerei aufzusuchen, um Croissants zu besorgen. Bei einem gemütlichen Frühstück entwickelte sich ein erstes längeres Gespräch in noch sehr holprigem Englisch (meinerseits). Lucy übernahm die Rolle der Dolmetscherin (da Jolita gar nicht Englisch sprechen konnte) und sah dabei großzügig über meine sprachlichen Mängel hinweg. Wie dem auch sei, wir konnten uns verständigen und so brachen wir um 11.15 Uhr auf, um großen Sport zu machen (oder dabei zuzusehen). Die Halle wurde um 11.30 Uhr geöffnet und es galt noch eine Menge vorzubereiten, ehe das erste Spiel um 14.00 Uhr beginnen konnte. (In diesem Zusammenhang möchte ich mich nochmal bei meiner Schwester bedanken, die nicht nur den ganzen Tag freiwillig half, sondern in der Schule auch französisch gelernt hat und immer dann aushalf, wenn mir das Englisch ausging.)

Die erste Spielpaarung des Tages sollte eigentlich VBC Schwerte (2. Bundesliga Nord) gegen Talant Dijon (2. Französische Liga) lauten. Da Schwerte jedoch aufgrund von überfüllten Straßen nicht rechtzeitig vor Ort sein konnte, sprang der VC Wiesbaden (2. Bundesliga Süd) kurzfristig ein, da sie auf ihrem Hinweg mehr Glück hatten, und schon um 12.30 Uhr ankamen.

Auszeit beim VC Wiesbaden Dijon während des intensiven Studium des Gegners

Sehr zum Leidwesen der sehr engagierten Herren und Damen (als Anschreiber natürlich stets unparteiisch) ging das erste Spiel mit einem 3:0 an die deutsche Vertretung.

Inzwischen traf neben einigen wenigen Zuschauern ebenfalls das Team aus Schwerte ein, die für die 2. Partie auch direkt ans „Leder" mussten.

Letzte taktische Anweisungen für die Schwerter Spielerinnen

Genauso klar wie das 1. ging auch das 2. Spiel an den VC Wiesbaden, die wiederum mit einem 3:0 als Sieger vom Platz gingen.

Schwerte langt zu... ... Wiesbaden aber auch

In der Zwischenzeit mit Würstchen, Kuchen und Brötchen gestärkt gingen unsere Gäste in die letzte Paarung des Tages: Talant Dijon gegen den VBC Schwerte.

Da geht doch was, die Linie lang Der Einerblock hat hier wohl nicht gereicht

Mit frischen Kräften konnten sich die Franzosen dieses Mal durchsetzen und so den Tag doch noch erfolgreich mit einem 3:0 beenden.


Nach dem Sieg posiert es sich doch deutlich leichter

Während die Dijoner Spielerinnen den Sieg beim Duschen feierten, galt es für die Neuwieder schnellstens alles abzubauen, um pünktlich nach Rengsdorf zu kommen, wo der ASS ein Büfett für alle Beteiligten im Haus Römerpark organisiert hatte.

Mit leerem Magen und entsprechendem Heißhunger machten wir uns, nach den Reden des Rengsdorfer Bürgermeisters und des Vorsitzenden des Dijon Talant volley ball,

Larbi Sahnoune, über das üppige Mahl her. (Bilder gibt es hier nicht, aber es soll einer Schlacht geglichen haben...)

Nach einer kurzen Pause, um alles etwas sacken zu lassen, mussten dann wichtige Entscheidungen für den weiteren Verlauf des Abends getroffen werden. Nach längerem hin und her (immerhin ging das Englisch nun doch etwas runder von der Zunge, was vielleicht auch am zwischenzeitlichen Konsum des ein oder anderen Bieres gelegen haben kann...) und einer sehr internationalen Diskussion auf deutsch, englisch und französisch beschlossen wir dann allesamt nach Andernach zu fahren. So konnten die Franzosen alle zusammen (Herren und Damen) etwas unternehmen und das deutsche Nachtleben kennenlernen.

Nach einem kurzen Abstecher in die Andernacher Kneipenszene kehrten wir noch ins „Fun" ein und beschlossen hier den Abend. (bzw. den Morgen, da wir erst um 5 wieder zu hause waren.)

Auch dieses Mal ließ mich der Wecker nicht länger als 3 Stunden schlafen. Also gleiche Prozedur wie tags zuvor (hat aber alles irgendwie etwas länger gedauert!?!) und ab zum Bäcker.

Wieder ein gemütliches Frühstück, aber dieses Mal stockte das Gespräch zunächst nicht wegen dem Englisch, sondern eher wegen der Müdigkeit. Aber auch dieses Hindernis konnte letztlich überwunden werden.

Treffen war um 11 am WHG angesetzt (wir waren auch fast pünktlich), und bei strahlendem Sonnenschein wurde „Au revoir" gesagt. Eine kleine Delegation von Unentwegten (ASS und VCN) wollten den Franzosen noch etwas anderes als deutsche Turnhallen zeigen. Deswegen standen die Festung Ehrenbreitstein und das deutsche Eck auf dem Tagesprogramm.

Dieses Eck sollte wohl bekannt sein Auf der Festung und (noch) nicht erschöpft

Alle doch etwas müde von dem langen Wochenende mit den kurzen Nächten, absolvierten wir das Ganze mit mehr oder weniger Elan, ehe unsere Gäste um 14.30 Richtung Heimat aufbrachen.

Alles in allem denke ich, dass es ein sehr lohnendes Wochenende gewesen ist und zumindest wir Neuwieder freuen uns schon auf nächstes Jahr. (Ich bin mir sicher, dass die anderen Vereine es ähnlich sehen)

Felix Diebus

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